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Katzenhaus

Katzenhaus zum selber bauen!. Das Kundenprojekt des Monats März 2021 Platz #1. wurde uns eingesandt von Matthias B.


Verwendete Materialien von Plattenzuschnitt24


Weiteres Material

  • 2 cm XPS- Platten für Dämmerung
  • 4 mm HDF-Platten für Innenverkleidung
  • Kieferleisten 40 x 5 mm
  • Kieferleisten 13 x 13 mm
  • Kieferleisten 20 x 5 mm
  • Kieferleisten 20 x 5 mm
  • Kieferleisten 20 x 20 mm
  • Alu-U-Profile als Führungen für Schiebetür + Schiebefenster
  • Alu-Flachprofile als Außentreppen-Versteifung
  • Alu-Flachprofile als Magnet-Halter
  • Alu-Winkelprofile für Terrassengeländer
  • Alu-Winkelprofile für Schiebtür-Beschläge
  • Buchenrundstab DM 20 mm
  • Magnete + Gegenstücke
  • 4 x Transportrollen lenkbar 50 mm (2 davon mit Bremse)
  • Holzlasur "Lärche"
  • Holzschutzfarbe (Graphtischwarz)
  • Sprühlack + Grundierung (Graphitschwarz)
  • diverse Schrauben + Kleinteile
  • Moosgummiklebeband
  • Gummipuffer + Filzschoner
  • 2 x Möbelgriff
  • Baudichtstoff schwarz
  • Montagekleber
  • 5-min-Epoxy
  • Kratzsäule
  • Teppich-Stücke

Verwendetes Werkzeug

  • Werkbank
  • Kappsäge (Holzsägeblatt + Alu-Sägeblatt)
  • Tischbohrmaschine
  • Tellerschleifer
  • Stichsäge
  • 2 Akkuschrauber
  • diverse Bits
  • Schraubendreher
  • Rollmaßband
  • Stanleymesser
  • Markierstift
  • Bleistift
  • Körner
  • Malerklebeband
  • Messschieber
  • Schere
  • Hammer
  • diverse Holz- & Metallbohrer
  • Bohrsenker
  • Kegelsenker
  • Forstnerbohrer 20 mm
  • Winkel
  • Streichmaß
  • Geodreieck
  • Zirkel
  • Alu-Lineal
  • Schleifklotz
  • Schleifpapier (diverse Körnungen)
  • Einhand-Zwingen
  • Faustschleifer
  • Pinsel
  • Nitroverdünnung
  • diverse kleinere Hilfsmittel (z.B. um Teile in Position zu fixieren)
  • Staubsauger

Arbeitsschritte

Für unseren Kater Felix suchten wir schon einige Zeit nach einem geeigneten Katzenhaus für die Terrasse, da er viel Zeit draußen verbringt. Da keines der am Markt verfügbaren Katzenhäuser geeignet erschien (die meisten sind viel zu klein, schlampig verarbeitet und nicht isoliert), beschloss ich, selbst ein individuelles Katzenhaus nach Maß zu bauen. Von Beginn an war klar, dass dieses nicht nur funktionell, sondern auch schön anzusehen sein sollte, da es ja in direkter Nähe von unserem Terrassentisch stehen würde. Handwerkliches Geschick und eine gut ausgestattete Werkstatt waren ohnehin vorhanden, und dank der Pandemie nun auch die Zeit für solch ein DIY-Projekt.

Wie alle DIY-Projekte startete ich mit einem Pflichtenheft und machte mich dann an die 3D-Planung im Computer. Nach "Freigabe" des Entwurfs durch meine Frau und unseren Kater folgte die Ermittlung des Materialbedarfs und eine Kostenkalkulation. Die Gesamtkosten beliefen sich exkl. Versandkosten auf ca. 600,- EUR.

Sämtliches Material wurde beschafft; die Lieferung von Plattenzuschnitt24 bestand aus zwei ca. 30 kg-Paketen und war sorgfältig verpackt. Dem Bau stand somit nichts mehr im Wege.

Zuerst wurden alle Ausschnitte und Bohrlöcher in den tragenden Teilen (Wände + Horizontalflächen) angezeichnet, gebohrt/gesenkt und mit der Stichsäge fein säuberlich ausgeschnitten. Nach der Entgratung sämtlicher Schnittkanten erfolgte die Verschraubung der Wände mit der Bodenplatte.

Als nächstes baute ich die Schiebetür ein, welche in U-Profilen geführt wird und mit einem selbstgebauten Federbolzen-Mechanismus verriegelt werden kann. Auch die Bohrungen für die Außentreppenstufen mussten bereits jetzt hergestellt werden, da diese später von der Dämmung verdeckt werden würden. Die drei Stufen werden zusätzlich an den Außenseiten durch eine Alu-Flachstange verstärkt, wodurch eine optisch ansprechende, freitragende Treppe realisiert werden konnte.

Danach sägte ich den Holm für die Innentreppe aus und klemmte die beiden Stufen per Presspassung in die Schlitze. Die Stufen wurden zusätzlich mit verdeckten Schrauben gesichert und sitzen somit bombenfest.

Da wir auf 800 m Seehöhe eher strenge Winter haben, hatten wir uns entschieden, dass Katzenhaus auch zu dämmen (inkl. Boden + Dach). Dazu übertrug ich die Ausschnitte der Wände im Naturmaß auf die (einseitig weiß lackierten) 4 mm HDF-Platten, welche als Innenverkleidung dienen. Die Ausschnitte entfernte ich ebenfalls mit der Stichsäge. Die HDF-Platten wurden nun direkt auf die 2 cm XPS-Platten gelegt und diese wiederum im Naturmaß mit einem scharfen Stanleymesser ausgeschnitten. Auf diese Weise stellte ich sicher, dass die Ausschnitte jeweils aller drei Wand-Schichten fluchten.

Befestigt wurden die Dämmung + Innenverkleidung mit versenkten Spanplattenschrauben, sodass sie im Wartungs- oder Reparaturfall leicht entfernbar sind.

Die Position der Kratzsäule wurde ebenfalls bereits hier festgelegt und die nötigen Bohrungen hergestellt bzw. die Winkel befestigt.

Da ich für die Zwischendecke von außen sichtbare Schraubenköpfe vermeiden wollte, befestigte ich sie von innen mit Winkeln und sparte diese aus der Dämmung aus.

Um das äußere Erscheinungsbild etwas lebendiger zu gestalten, entschieden wir uns für eine Lamellenoptik (echte Lamellen hätten die Wandkonstruktion noch aufwändiger und teurer gemacht). Diese stellte ich her, indem ich mit dem Stanleymesser V-förmige Kerben in die Außenwände einritzte und die Kanten mit einem Schleifklotz nachbearbeitete. Die Kerben wurden danach noch kräftig mit Bleistift nachgezogen, um die Schattenfugen von echten Lamellen besser zu imitieren.

Alle Bereiche, die später mit graphitschwarzer Holzschutzfarbe gestrichen werden sollten, wurden exakt mit Malerklebeband abgeklebt und die freigebliebenen Bereiche anschließend zweimal mit Holzlasur im Farbton "Lärche" gestrichen. Dabei achtete ich darauf, die Kerben besonders sorgfältig zu streichen, damit dort später keine Feuchtigkeit ins Holzinnere eindringen kann.

Nach Trocknung des Lasuranstrichs wurde die Abklebung umgekehrt und die Eckbereiche graphitschwarz gestrichen (die Fugen und Schraubenköpfe habe ich zuvor mit schwarzem Baudichtstoff abgedichtet, dessen Anstrichverträglichkeit ich vorher getestet hatte).

Im nächsten Schritt fertigte ich mit der Kappsäge die Fensterbänke bzw. -Stürze aus 40 x 5 mm Kiefernleisten an. Diese wurden auf Gehrung gesägt, vorsichtig entgratet, an der äußeren Hälfte in Graphitschwarz gestrichen und danach mit den Stirnseiten der Wandausschnitte verschraubt. Anschließend fertigte ich die außenseitigen Fensterrahmen aus 13 x 13 mm Kiefernleisten an und strich diese ebenfalls in Graphitschwarz. Damit später keine Schraubenköpfe sichtbar sein würden, verklebte ich die Leisten mit schwarzen Baudichtstoff. Die Fensterscheiben aus 4 mm Makrolon wurden nur eingelegt (nicht verschraubt oder verklebt) und werden durch die innenseitigen Fensterrahmen (ebenfalls aus 13 x 13 mm Kiefernleisten) gehalten.

Das große Fensterelement mit den beiden Griffen ist in Sekundenschnelle herausnehmbar, da es nur von 4 Magneten gehalten wird. Somit kann das Katzenhaus auch von innen leicht gereinigt werden.

An der gegenüberliegenden Seite befindet sich ein Schiebefenster, das außen mit Lamellen verbaut ist, um die Durchlüftung regulieren zu können, unserem Kater aber trotzdem ausreichend Schutz zu bieten.

Der Deckel mitsamt Dachterrasse ist abnehmbar und wird durch die untenliegende Dämmung exakt in Position gehalten. Als Dichtung fungiert ein 2 mm dickes Moosgummiklebeband. Um den Deckel auch mit montierten Makrolon-Geländern ordentlich fassen zu können, befinden sich an der Unterseite vier Stützfüße aus Buchenrundstäben mit Gummipuffern.

Die vier Geländer-Elemente wurden sorgfältig entgratet, mit dem Bohrsenker bearbeitet und an den Ecken mit lackierten Alu-Winkel-Profilen verschraubt, sodass eine solide Einheit entsteht.

Zu guter Letzt wurden nur noch die 4 Transportrollen an die Bodenplatte montiert (die Positionen + Bohrpunkte dafür wurden bereits ganz zu Beginn markiert).

Wie man sieht, hat unser Felix sein neues Quartier gleich neugierig gemustert und es stolz zu seinem Besitz erklärt

Mitmachen zahlt sich aus:

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